Die Kompostierung von Abfällen ist eine Methode der Verwertung, die zudem die Bodenqualität des Gartens verbessert. Unter der Voraussetzung einer sachgemäßen Anwendung und Dosierung stellt die Komposterde eine optimale Nährstoffquelle für Gartenpflanzen dar. Kompost ist ein äußerst effizienter Dünger, der durch seine hohe Humus- und Nährstoffreichhaltigkeit gekennzeichnet ist und zudem vollständig natürlichen Ursprungs ist.
Kompost richtig einsetzen
Legen Sie einen eigenen Kompost in Ihrem Garten an - wir erklären wie
Wie stelle ich guten Gartenkompost her?

Das Anlegen eines Komposthaufens ist allerdings Voraussetzung für die Herstellung von Gartenkompost. Das braucht Platz, Zeit und Geduld und die Nutzung des entstehenden Komposts ist nach der sogenannten Reife möglich. Die Kompostierung ist ein Prozess, bei dem organische Abfälle wie Strauchschnitt, Gras, Obst- und Gemüsereste sowie Laub in einer bestimmten Reihenfolge geschichtet werden. Unter Beteiligung von Mikroorganismen findet eine Zersetzung der Abfälle statt, die sukzessive zu einer Humuserde führt.
Wann kann ich den Kompost verwenden?

Die Ernte des sogenannten "Frischkomposts" erfolgt in der Regel nach einer Dauer von sechs Monaten. Allerdings sinkt der Nährstoffgehalt im selbsthergestellten Kompost relativ schnell, wenn er länger steht. Der reife Kompost muss dann zügig verbraucht werden. Mit einem Kressetest* lässt sich das Stadium der Rotte überprüfen. (hier: Saatgut Kresse bestellen)
*Kresse zeigt empfindlich an, wenn Nährstoffe zu stark sind. Daher kann sie zeigen, wie weit der Kompostungsprozess ist. So testet man, ob der Kompost reif für den Garten ist: Füllen Sie Kompostproben – wenn vorhanden auch mehrere aus verschiedenen Behältern – in flache Schalen. Streuen Sie die Kressesamen gleichmäßig aus. Wenn Sie Proben von verschiedenen Haufen genommen haben, beschriften Sie die Schalen. Die Schildchen können Sie einfach in die Schale legen. Tipp: Sie können auch in einer weiteren Schale mit normaler Gartenerde aussäen. Dann können Sie die Keimergebnisse vergleichen. Bei frischem Kompost bildet die Kresse gelbe oder braune, bei reifem grüne Blätter aus. Wenn sie weiß sind, ist alles bestens. Wenn die Blätter verkrüppeln, sollte der Kompost nochmals umgesetzt werden und nachreifen.
Selbst hergestellter Kompost hat also einige Vorteile, zum einen ist es eine Kostenersparnis, da organische Abfälle aus dem eigenen Garten oder Haushalt verwendet werden können, und darüber hinaus trägt die Herstellung von Kompost zur Reduktion von Abfall und zur Förderung der Kreislaufwirtschaft bei. Bei selbst hergestelltem Kompost hat man die Kontrolle über die Inhaltsstoffe, das heißt die Zusammensetzung des Komposts kann an die individuellen Bedürfnisse des eigenen Gartens angepasst werden, wobei die genauen Inhaltsstoffe bekannt sind.
Die Nachteile von selbst hergestelltem Gartenkompost sind: Der Zeitaufwand für die Herstellung ist erheblich, da der Zersetzungsprozess einige Monate in Anspruch nimmt. Weiterhin ist der Platzbedarf zu berücksichtigen, da die Aufstellung eines Komposthaufens oder -behälters notwendig ist. Die Qualität des Komposts kann variieren, je nachdem, welche Materialien verwendet werden und wie gut der Prozess kontrolliert wird.
Ich will keinen Komposthaufen im Garten? Kann ich gekauften Fertigkompost verwenden?

Für Gartenliebhaber mit kleinen Gärten oder Gartenbesitzer, die sich die Arbeit nicht machen wollen, kommt als Alternative zum selbst hergestellten Kompost gekaufter Fertigkompost in Betracht.
Die Vorteile von gekauftem Kompost sind vielseitig. Der Erwerb von Kompost ist mit einem geringen Aufwand verbunden und der Bedarf an Zeit ist marginal. Die Qualität ist durchgehend konstant, da Kompost hierbei unter kontrollierten Bedingungen hergestellt wird. In der Regel sind die im Handel erhältlichen Fertigkomposte nach festen Rezepturen hergestellt und werden oft zertifiziert angeboten. Unser Corthum Gartenkompost, der generell auch als Bodenverbesserung eingesetzt werden kann, ist ein gütegesicherter Fertigkompost aus überwiegend holzigen Garten- und Parkabfällen.
Corthum Fertigkompost ist hygienisierter, biologisch stabilisierter und fraktionierter Kompost zur Bodenverbesserung und Düngung. Als Substratkompost mit begrenzten Gehalten an löslichen Pflanzennährstoffen und Salzen zur Verwendung als Mischkomponente bei der Herstellung von Erden und Kultursubstraten. Die Zusammensetzung besteht überwiegend aus holzigen Garten- und Parkabfällen mit saisonal anfallenden Anteilen an Gras- und Heckenschnitt sowie Laub und ist garantiert frei von Bioabfällen aus kommunaler Sammlung, tierischen Abfällen oder organischen Abfällen industrieller Herkunft.
Zur Bodenverbesserung werden (in der Unterhaltungspflege) ca. 2-3 cm corthum®-Gartenkompost aufgebracht und anschließend in den Oberboden eingearbeitet. Bei Neuanlagen oder großer Bearbeitungstiefe kann die o.g. Kompostgabe verdoppelt werden. Die hervorragenden Eigenschaften dienen der Förderung der biologischen Bodenaktivität. Der gute pflanzenverfügbare Nährstoffgehalt fördert die Humusbildung im Boden und stabilisiert das Bodengefüge. Corthum Gartenkompost erhöht die Wasserspeicherfähigkeit im Boden und ist reich an Pflanzenwachstum fördernden Wirkstoffen.
Durch die unterschiedlichen Gebindegrößen in Sack oder als BigBag erhalten Sie genau so viel Kompost wie Sie gerade brauchen, immer in Frischequalität mit dem höchsten Nährstoffgehalt.
Mit Kompost düngen? Was muss ich beachten?
Generell können Sie Kompost das ganze Jahr über als Gartendünger verwenden. Eine großflächige Initialdüngung mit Kompost erfolgt im Frühjahr, wenn die Pflanzen im Garten wachsen. Dann wird regelmäßig nachgedüngt. Grundsätzlich gilt: Je mehr Nährstoffe, desto mehr Kompost. Prachtstauden und Starkzehrer bekommen in der Wachstumsphase viel Kompost, Wildstauden und Waldrandpflanzen weniger. Hortensien, Azaleen, Rhododendren und andere Moorbeetpflanzen vertragen gar keinen Kompost. Bei neu gekauften Stauden finden Sie meistens eine konkrete Angabe zum Düngebedarf. Pflanzen, die gerne in kargen Böden wachsen, kommen gut ohne den Naturdünger aus. Wenn Sie Kompost als Dünger im Garten verwenden, arbeiten Sie ihn möglichst flach ein.
Kann ich Gartenkompost auch im Nutzgarten verwenden?

Kompost als Dünger kann im Zier-, Obst- und Gemüsebeet verwendet werden. Harken Sie den Reifkompost nach der Bodenlockerung im Frühjahr flach in die obere Erdschicht ein, besonders in die Beete für Starkzehrer (z. B. Zucchini, Kürbis, Kartoffeln, Kohl, Tomaten). Diese brauchen bis zu sechs Liter Reifkompost pro Quadratmeter. Für Mittelzehrer (z. B. Salat, Erdbeeren, Zwiebeln, Spinat, Rettich, Kohlrabi) sind maximal drei Liter ausreichend. Schwachzehrer wie Kräuter brauchen nur wenig Kompost, auch auf Kompost kann man in diesem Fall verzichten, wenn vorher Starkzehrer oder Mittelzehrer standen. Zu den Schwachzehrern gehören auch Radieschen, Feldsalat, Erbsen und Bohnen. Kompost auf der Baumscheibe ist auch für Obstbäume und Beerensträucher gut.
Kompost für Pflanztöpfe und Kübelpflanzen?
Reifer Kompost kann auch als Dünger für Blumentöpfe und Balkonkästen verwendet werden. Dazu wird ein Drittel Gartenerde mit einem Drittel reifem, gesiebtem Kompost gemischt. Je nach Pflanze wird zusätzlich ein Drittel Sand 0/2 beigemischt. Wer selbst Gemüse- oder Blumensamen in Anzuchtkästen zieht, kann die Aussaaterde ebenfalls mit Kompost anreichern. Diese Erde für die Anzucht von Jungpflanzen sollte nicht zu nährstoffreich sein, daher empfiehlt sich eine Mischung aus Kompost und sandiger Erde im Verhältnis 1:4.
Als Fazit lässt sich wie folgt zusammenfassen: Die Entscheidung, ob die Herstellung von Kompost in Eigenregie erfolgen oder ein fertiges Produkt erworben werden soll, ist von den jeweiligen individuellen Umständen abhängig. Bei ausreichender Zeit und Materialien ist die Eigenproduktion eine nachhaltige und ökonomisch vorteilhafte Option. Wenn jedoch die Gartenarbeitszeit eine Rolle spielt und trotzdem erfolgreich gegärtnert werden soll, kann hingegen der Erwerb von Kompost die sinnvollere Wahl darstellen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und allzeit einen grünen Daumen!