Was ist beim Kauf von Gemüse- und Kräutersamen zu beachten?
Vor dem Kauf von Gemüsesamen sollten Sie sich überlegen, ob Sie die Samen von Ihren Pflanzen für die nächste Aussaat ernten möchten. In dem Fall greift man auf Bio- statt auf F1-Saatgut zurück. Was bedeutet F1 Saatgut? Kurz erklärt: F1 bezeichnet bei Samen die erste Generation der Nachkommen, die aus der Kreuzung zweier Elternarten oder -sorten hervorgegangen ist. F1-Nachkommen zeichnen sich durch beste Eigenschaften aus, sind besonders leistungsfähig, lassen sich im Unterschied zu samenfestem Saatgut aber nicht sortenecht vermehren. Man bezeichnet Saatgut als samenfest, wenn sich die ausgesäte Pflanze aus den eigenen Samen sortenecht vermehren lässt, also Nachkommen mit denselben Eigenschaften hervorbringt. Auch wenn Biogärtner auf samenfeste Sorten schwören, rein gärtnerisch betrachtet gibt es keinen Grund, auf F1-Sorten zu verzichten.
Profi-Tipp: Führen Sie Buch über das angebaute Gemüse, um herauszufinden, welche Sorten sich in Ihrem Garten bewähren oder ob Sie bei der Nachbestellung vielleicht eine andere Sorte testen wollen. Notieren Sie alle Kräuter- und Gemüsesorten auf, die Sie angebaut haben, und halten Sie Ihre Erfahrungen fest. Sie können zum Beispiel für wichtige Kriterien wie Anbau, Ertrag, Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegen Krankheiten, Qualität und Geschmack der jeweiligen Gemüsesorte Schulnoten vergeben. Ein Blatt zum Eintragen Ihrer Erfahrungen finden Sie kostenlos hier als Download. Achten Sie auch auf die Anbauzeiten, die auf der Verpackung angegeben sind, und nutzen Sie bei Gemüse mit feinen Samen Aussaathilfen wie Saatbänder oder Saatscheiben wie unsere Kräuter-Saatdiscs. Neben konventionellem Saatgut führen wir im Outbay-Shop auch Saatbänder und Saatscheiben im Programm. Die Samen sind hierbei in zwei dünne Zellstofflagen eingebettet. Dies ist insbesondere bei sehr feinen Samenkörnern wie Möhren von großem Vorteil, da die Samen im Saatband bereits den optimalen Abstand zueinander haben. Die Handhabung ist kinderleicht und die Trägermaterialien bestehen aus 100 % biologisch abbaubaren Materialien und können deshalb ohne Bedenken genutzt werden.
Dadurch entfällt das Ausdünnen der Reihen, das bei der Aussaat von Hand in der Regel erforderlich ist. Für einen guten Bodenschluss und eine zuverlässige Keimung ist es von entscheidender Bedeutung, dass Saatbänder und Saatscheiben nach dem Auslegen im Gemüsebeet oder bei der Anzucht im Topf zunächst gründlich angefeuchtet werden, bevor sie mit Erde bedeckt werden.